Risikobewertungen Trinkwasseranlagen Bad Neustadt an der Saale
Trinkwasserrisiken wurden in Bad Neustadt bewertet anhand hydrogeologischer Daten, Gefahrenquellen und einer gemeindeübergreifenden Risikomatrix.
Die St2205, mit einer Verkehrsbelastung von bis zu 11.300 Fahrzeugen pro Tag, erfährt eine Umverlegung zwischen Wiesenfeld und Coburg. Durch diese Maßnahme werden die Ortsdurchfahrten von Beiersdorf und Neuses b. Coburg vom Durchgangsverkehr entlastet, und die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer in diesen Ortschaften wird erheblich verbessert. Mit Projektkosten von beeindruckenden 46,4 Mio € zählt die Verlegung der St2205 zu den größten Infrastrukturmaßnahmen in Bayern. (Quelle: St 2205, Verlegung nördlich Coburg, BA II.)
Bei der Verlegung begleitete GMP das rund sechs Kilometer lange Straßenbauprojekt einschließlich Nebenstrecken und acht Brückenbauwerken. Das Projekt in Oberfranken wurde für das Staatliche Bauamt Bamberg bearbeitet und 2025 abgeschlossen. Im Mittelpunkt standen Straßen-, Brücken-, Erd- und Grundbau unter anspruchsvollen geotechnischen Bedingungen beispielsweise mit Dammnau auf wenig tragfähigem Grund.
Die Bearbeitung reichte von der Baugrunderkundung über Planung und Beratung bis zur Begleitung der Bauausführung. Geotechnische und umwelttechnische Fragestellungen wurden dabei gemeinsam betrachtet. Der Untersuchungsumfang umfasste Kernbohrungen, schwere Rammsondierungen, Schürfe, Rammkernsondierungen, Grundwassermessstellen, Flügelsondierungen und Dichtemessungen. Damit erforderte das Projekt ein besonders breites Spektrum geotechnischer und umwelttechnischer Leistungen.
„Das vielseitige Projekt St 2205 forderte unser geo- und umwelttechnisches Leistungsspektrum in besonderem Maße: Wir konnten sämtliche Fragestellungen bearbeiten, und unsere Berechnungen und Simulationen stimmten sehr gut mit den tatsächlichen Verhältnissen überein.“
Dipl.-Ing. Marco Sick, Projektleitung Baugrund
An der Staatsstraße 2205 war eine bislang unbebaute Fläche mit wechselhaften, teilweise gering tragfähigen Untergrundverhältnissen zu untersuchen. Besonders anspruchsvoll waren moorartige Bereiche mit Torf sowie Ton- und Mergelsteine beziehungsweise veränderlich feste Gesteine. Zudem lagen Teile der Strecke innerhalb von FFH-Gebieten. Für die Planung waren daher belastbare Kenntnisse über den Aufbau, die Tragfähigkeit und das Verhalten des Untergrunds erforderlich.
Die Baugrunderkundung umfasste rund 1.400 Meter Kernbohrungen mit 243 Bohrungen sowie etwa 1.000 Meter schwere Rammsondierungen mit 223 Einzelsondierungen. Eine weitere Projektangabe nennt 244 direkte Aufschlüsse und 224 indirekte Bohrungen; die Zählungen unterscheiden sich leicht. Die Untersuchung bildete die Grundlage für den geotechnischen Bericht, die weitere Planung und die fachliche Begleitung der Bauausführung.
Die Umsetzung begann mit dem Neubau von insgesamt acht Brückenbauwerken. GMP betreute die Gründungsarbeiten und Hinterfüllungen der zwischen 2020 und 2022 errichteten Brücken. Ab 2022 begleiteten und überwachten GMP-Experten den anspruchsvollen Erdbau und die umfangreichen Erdbewegungen im wechselhaften Untergrund. Die Arbeiten verteilten sich auf sieben Einzelbaustellen und mussten innerhalb eines straffen Zeitplans organisiert werden.
Während der Bauausführung war GMP baubegleitend und beratend tätig. Zusätzlich prüfte das Unternehmen den Untergrund und das Dammbaumaterial im Labor auf ihre geotechnische Eignung. Die Prüfungen umfassten Materialuntersuchungen der Dammbaustoffe, Festigkeits- und Steifigkeitsmessungen des Untergrunds sowie Verdichtungsprüfungen der Dämme.
Für die geotechnische Bewertung anspruchsvoller Dammgründungen führte GMP Baugrunderkundungen, Laborversuche, chemische Analysen und numerische Simulationen durch und führte die Ergebnisse zu einer belastbaren Planungsgrundlage zusammen. Ergänzend übernahm GMP Fremdüberwachungen, abfalltechnische Deklarationen sowie geotechnische Planungs- und Beratungsleistungen. Die Betreuung erstreckte sich über mehrere Planungs- und Ausführungsphasen.
Besonders herausfordernde Baugrundverhältnisse bestanden in den Bereichen Wiesenfeld und Sulzdorf. Dort kamen unter anderem Hybridsäulen zum Einsatz, um bis in Tiefen von etwa acht bis neun Metern unter Gelände eine tragfähige Basis herzustellen. Auch Rüttelstopfsäulen wurden eingesetzt. Die Erdarbeiten mussten zudem gezielt auf den Umgang mit veränderlich festen Gesteinen abgestimmt werden.
An der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Sulzdorf und Beuerfeld war der Untergrund besonders anspruchsvoll. Für die Gründung des Damms wurde deshalb eine Kombination aus Fertigteilrammpfählen des Typs Centrum K12 mit einem Querschnitt von 35 × 35 Zentimetern und Geogitterbewehrung gewählt. Diese Spezialgründung sollte eine robuste Grundlage schaffen, die den örtlichen Bodenverhältnissen gerecht wird und die Dauerhaftigkeit der neuen Strecke unterstützt.
Ein wichtiger Bestandteil der geotechnischen Bewertung war der Vergleich zwischen den im Voraus berechneten beziehungsweise simulierten Verhältnissen und den später während der Bauausführung beobachteten Bedingungen. Nach den Projektangaben stimmten Prognose und Realität sehr gut überein. Dieser Abgleich bestätigte die Aussagekraft der geotechnischen Einschätzungen und unterstützte die Planung und Ausführung der Gründungs- und Erdbaumaßnahmen.
Trinkwasserrisiken wurden in Bad Neustadt bewertet anhand hydrogeologischer Daten, Gefahrenquellen und einer gemeindeübergreifenden Risikomatrix.
Bei der Freibadsanierung in Volkach wurde Schadstoffsanierung und Materialbewertung begleitet trotz beengter Baustelle und Überschwemmungsgebiet durchgängig – von der Erkundung bis zur Ausführung – und trug zur termingerechten Wiedereröffnung bei.
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