St2205, Verlegung bei Coburg
Die St2205, mit einer Verkehrsbelastung von bis zu 11.300 Fahrzeugen pro Tag, erfährt eine Umverlegung zwischen Wiesenfeld und Coburg.
Für das Bahnprojekt zwischen Augsburg und Donauwörth bearbeitete GMP die geotechnische Grundlagenermittlung auf einer rund 39 Kilometer langen Strecke. Ziel war ein geotechnischer Bericht auf dem Niveau einer Voruntersuchung. Die Bearbeitung lief von Oktober 2024 bis November 2025 und ist abgeschlossen. Im Mittelpunkt stand zunächst die systematische Erfassung bereits vorhandener Informationen zum Untergrund. Ergänzend wurde eine Geländekartierung durchgeführt.
Insgesamt mussten Informationen aus rund 470 vorhandenen Bohrungen bewertet und zusammengeführt werden. Damit lag der Schwerpunkt des Projekts weniger auf einzelnen Aufschlüssen als auf der strukturierten Auswertung einer außergewöhnlich großen Datenbasis.
Die zentrale Herausforderung bestand in Umfang und Heterogenität der vorhandenen Baugrundinformationen. Rund 470 Bohrungen unterschieden sich hinsichtlich Qualität und Aussagekraft. Ihre Ergebnisse mussten für die geotechnische Voruntersuchung vergleichbar aufbereitet und fachlich eingeordnet werden. Zusätzlich stellten Moorböden entlang der Strecke besondere Untergrundbedingungen dar.
Die große Streckenlänge erforderte eine räumlich differenzierte Interpretation der geologischen und geotechnischen Verhältnisse. Entsprechend aufwendig waren sowohl die Darstellung als auch die Auswertung der vorhandenen Erkundungsdaten. Aus diesen Grundlagen musste schließlich ein konsistentes Gesamtbild des Untergrunds für die weitere Planung entwickelt werden.
„Das Besondere an dem Projekt war sein außergewöhnlicher Umfang“
Dipl.-Geol. Christian Ihrig
GMP führte zunächst eine umfangreiche Datenerhebung und Grundlagenermittlung durch. Die vorhandenen Aufschlüsse wurden anschließend hinsichtlich der Untergrundverhältnisse interpretiert und bewertet. Ergänzend floss die Geländekartierung in die geotechnische Voruntersuchung ein. Auf Basis der zusammengeführten Informationen wurden Bereiche mit weiterem Erkundungsbedarf identifiziert. Daraus entstanden Empfehlungen für zukünftige Erkundungsmaßnahmen.
Die Ergebnisse wurden abschließend in einem geotechnischen Bericht auf dem Niveau einer Voruntersuchung zusammengeführt. Das Projekt zeigt damit, welchen Stellenwert eine sorgfältige Bewertung vorhandener Daten für die zielgerichtete Planung weiterer geotechnischer Untersuchungen besitzt.
Die St2205, mit einer Verkehrsbelastung von bis zu 11.300 Fahrzeugen pro Tag, erfährt eine Umverlegung zwischen Wiesenfeld und Coburg.
Verbinden von Trinkwasserschutz und Naturschutz, sorgfältige Koordination mit Behörden, Begleitung der Bibervergrämung und weitere Brunnenerkundung.
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