Risikomanagement für Trinkwassereinzugsgebiete
Für die Verwaltungsgemeinschaft Bad Neustadt an der Saale führte GMP eine Risikobewertung für Trinkwasseranlagen durch. Hintergrund ist die Trinkwassereinzugsgebieteverordnung, die Anforderungen der EU-Trinkwasserrichtlinie aufgreift. Sie sieht Risikobewertungen und ein Risikomanagement für Trinkwassereinzugsgebiete vor. Das Projekt wurde in Bayern bearbeitet und ist abgeschlossen. Im Mittelpunkt stand die Bewertung der örtlichen Situation innerhalb der Wasserschutzgebiete. Dazu mussten hydrogeologische Verhältnisse mit vorhandenen Informationen zu potenziellen Gefahrenquellen verbunden werden. Ziel war eine nachvollziehbare und systematische Einstufung der relevanten Risiken.
Vom lokalen Gefahrenherd zum übergeordneten Bewertungskonzept
Die zentrale Aufgabe bestand in der hydrogeologischen Klassifizierung und Bewertung potenzieller Gefahrenherde.
Grundlage dafür waren vorhandene Daten der beteiligten Gemeinden sowie die geologischen und hydrogeologischen Verhältnisse. Zusätzlich wurden chemische und mikrobielle Analysen ausgewertet. Die einzelnen Gefahren mussten anschließend nach einheitlichen Kriterien eingestuft werden. Besonders anspruchsvoll war die parallele Bewertung mehrerer Gemeinden. Diese Einzelbewertungen sollten nicht isoliert nebeneinanderstehen, sondern in ein übergeordnetes Bewertungskonzept einfließen. Gleichzeitig mussten die für Bayern geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen in der Bearbeitung berücksichtigt werden.